Heizkörper-Optimierung und Hydraulischer Abgleich

Systematische Optimierung Ihres Heizsystems für maximale Effizienz – besonders wichtig bei Wärmepumpen-Nachrüstung.

Warum Heizkörper-Optimierung?

Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. Während alte Heizkessel oft mit 70–80°C betrieben wurden, sollte eine Wärmepumpe idealerweise mit 50–55°C auskommen. Das erfordert eine systematische Prüfung und Optimierung des gesamten Heizsystems.

Viele bestehende Heizkörper sind für diese niedrigen Temperaturen ausreichend dimensioniert – aber nicht alle. Wir identifizieren kritische Räume, berechnen die notwendigen Maßnahmen und führen den hydraulischen Abgleich durch.

Der 5-Schritte-Prozess

1

Heizlastberechnung

Raumweise Ermittlung des Wärmebedarfs nach DIN EN 12831 als Grundlage für alle weiteren Schritte.

2

Heizkörperauslegung

Prüfung der vorhandenen Heizflächen: Reicht die Leistung bei 55°C Vorlauftemperatur?

3

Optimierung

Identifikation kritischer Räume und Entwicklung von Lösungen: Heizkörpertausch, Ergänzung oder Anpassung.

4

Hydraulischer Abgleich

Berechnung und Einstellung der Ventilvoreinstellungen für optimale Wärmeverteilung.

5

Dokumentation

Erstellung der Nachweise für die Förderung – der hydraulische Abgleich ist Pflicht bei BAFA und KfW.

Ergebnisse der Optimierung

  • Niedrigere Vorlauftemperatur: Senkung auf 50–55°C für effizienten Wärmepumpenbetrieb
  • Bessere Jahresarbeitszahl: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur verbessert den COP um ca. 2,5%
  • Gleichmäßige Wärmeverteilung: Alle Räume erreichen die gewünschte Temperatur
  • Fördervoraussetzung erfüllt: Hydraulischer Abgleich ist Pflicht bei BAFA- und KfW-Förderung

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B: Bei Wärmepumpen-Förderung ist der aufwändigere Abgleich nach Verfahren B erforderlich. Dieser basiert auf einer raumweisen Heizlastberechnung und berücksichtigt die tatsächlichen Heizflächenleistungen.

Typische Maßnahmen

  • Austausch unterdimensionierter Heizkörper: Einzelne kritische Räume mit größeren Heizflächen ausstatten
  • Niedertemperatur-Heizkörper: Spezielle Heizkörper mit höherer Leistung bei niedrigen Temperaturen
  • Ergänzung durch Flächenheizung: Fußbodenheizung in einzelnen Räumen nachrüsten
  • Optimierung der Regelung: Raumthermostate und Einzelraumregelung anpassen

Nicht immer nötig: In vielen Fällen sind die vorhandenen Heizkörper ausreichend – besonders wenn das Gebäude gedämmt wurde. Eine Berechnung zeigt, ob und welche Maßnahmen erforderlich sind.